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„Jung und glücklich an deinem Wohnort?!”

 

Deinestimme-bw.de ist eine auf Dauer angelegte Plattform zur Umsetzung von Umfragen unter Jugendlichen auf kommunaler Ebene.

Sie bietet Jugendlichen die Möglichkeit, die Infrastruktur und die Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen in ihrer Gemeinde zu bewerten und Verbesserungsvorschläge zu machen.

 

Warum?

Weil Jugendliche das Erscheinungsbild einer Gemeinde aktiv prägen. Selten jedoch sind sie Zielgruppe von Umfragen und Erhebungen. Es wird wenig danach gefragt, was sich junge Menschen in ihrem Lebensraum wünschen und was für sie Lebensqualität in ihrem Lebensumfeld bedeutet.

Mit dem Angebot des Online-Voting „Jung und glücklich an deinem Wohnort?!“ wird genau diese Lücke gefüllt und die Möglichkeit geschaffen, Themen, die die Lebenswelt der Jugendlichen betreffen, in die kommunalpolitische Diskussion mit einzubringen.

 

Zielgruppe

Zielgruppe des Angebots sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus allen Gemeinden und Städten in Baden Württemberg.

Ziel ist es, jugendpolitische Standpunkte auf kommunaler Ebene sichtbar zu machen und auf beiden Seiten, Jugend wie Politik, Bewusstsein und Interesse füreinander zu entwickeln.

 

Ergebnisse des Online-Voting bieten Gesprächsanlass

Mit dem Online-Voting im Jugendnetz Baden-Württemberg haben alle 1.108 Kommunen in Baden-Württemberg die Möglichkeit eine eigene Online-Befragung für Jugendliche anzubieten. Dieses Modul und die Ergebnisse der Umfrage sind Gesprächsanlass und Diskussionsgrundlage für Jugend und Politik, bieten jedoch nicht die Grundlage für eine wissenschaftliche Jugendstudie.

Mit dem Medium Internet und der einfach zu handhabenden Methode des Online-Votings hoffen, wir möglichst viele Jugendliche zu erreichen.

Die Jugendlichen einer jeweiligen Stadt/Gemeinde bzw. eines Landkreises können per Internet einen Katalog von Fragen beantworten, die Aufschluss darüber geben, wie stark sie sich mit ihrer Stadt/Gemeinde identifizieren, wie hoch somit ihr Wohlfühlfaktor ist bzw. was sie in ihrer Gemeinde als verbesserungswürdig beurteilen.

Optimal genutzt wird es, wenn z.B. kommunale Jugendreferate, Jugendgemeinderäte, Jugendhäuser, Schulen und Stadt- und Kreisjugendringe gemeinsam eine Aktion starten, um möglichst viele junge Menschen für das Voting zu gewinnen.

Die Ergebnisse der Online-Umfrage können dann in kommunale Veranstaltungen mit Gemeinderatsvertretern, -vertreterinnen einfließen oder vor Wahlen zum Thema von Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten werden, die Träger der Jugendarbeit (z.B. Jugendgemeinderäte, Jugendhäuser, Jugendringe, u.a.) im Rahmen der Jugendbeteiligung vor Ort organisieren.

Die technischen Voraussetzungen liefert das Jugendnetz Baden-Württemberg und werden für die Kommunen und Landkreise bereitgestellt.

 

Nutzung des Online-Votings für das Gemeinwesen

Durch das Angebot des Online-Votings wird Jugendlichen vor Ort eine direkte Beteiligung an kommunalpolitischen Diskussionen ermöglicht und regt sie auf altersgerechte Weise dazu an, sich mit ihrem Gemeinwesen auseinanderzusetzen. Mit den Ergebnissen ist eine jugendpolitische Diskussion möglich, bei der sich Jugendliche aktiv beteiligen können. Dadurch lernen sie, ihre Meinung zu artikulieren, und erhalten die Möglichkeit, dass diese in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Im Gegenzug bedeutet das, dass die Erwachsenen erfahren, was Jugendliche vor Ort denken. Durch diesen Dialog lernen die Jugendlichen politische Strukturen und Zusammenhänge auf kommunaler Ebene kennen.

Die Jugendlichen erleben, dass die Ergebnisse des Online-Votings direkte Auswirkungen auf die politische Diskussion haben und daraus ganz konkrete, praktische Maßnahmen resultieren können. Entstehen daraus konkrete Handlungskonzepte für die Politik, wird Jugendbeteiligung aktiv gelebt.

Voraussetzung hierfür ist, dass jugendpolitische Akteure, Jugendreferate der Kommunen, Jugendringe und Jugendgemeinderäte die Koordination und Organisation der Jugendumfrage in ihrer Gemeinde anregen, umsetzen und nach der Auswertung ein Diskussionsforum organisieren.

 

Nutzung des Online-Votings im Gemeinschafts- und Politikunterricht

Eine ganz konkrete Anknüpfungsmöglichkeit ist, das Online-Voting mit Schülerinnen und Schülern im Gemeinschaftskundeunterricht umzusetzen. Auf diese Art werden viele Jugendliche erreicht und der politische Bildungsauftrag der Schule wird durch die kreative und bewusste Nutzung des Jugendnetzes optimal erfüllt.