für Kommunen

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist mehr als eine mögliche Handlungsoption für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Sie ist ein zentraler Standortfaktor in Zeiten des demografischen Wandels und Demokratieförderung zugleich.

 

Städte und Gemeinden konkurrieren um junge Familien, um die schlausten Köpfe und um die besten Voraussetzungen für die Ansiedlung von Zukunftstechnologien. Im Kern kämpfen sie damit um junge Menschen. Und diese entwickeln besonders dann eine besonders starke Bindung zu ihrer Heimat, wenn sie Erfahrungen von Teilhabe und Wirksamkeit gemacht haben. Sie kehren als Erwachsene nur in Städte und Gemeinden zurück, in denen sie zuvor selbst erlebt haben, dass man dort eine glückliche Kindheit und Jugend verleben kann.

 

Städte und Gemeinden, die sich aktiv um junge Menschen bemühen, stellen attraktive Lebensorte dar. Sie üben eine hohe Anziehungskraft auf junge Menschen aus.

 

Städte und Gemeinden, die Kinder und Jugendliche intensiv in ihre Entscheidungsprozesse einbinden, berichten, dass gerade die Jüngsten offen sind für flexible und pragmatische Lösungen, wie sie in der Kommunalpolitik gebraucht werden. Das Engagement von Kommunen für Kinder und Jugendliche sowie deren aktive Beteiligung reduziert Folgekosten in der Erziehungsarbeit, ermöglicht das Finden innovativer Lösungen für kommunale Herausforderungen und stärkt das Gemeinwesen.

 

Denn unsere gesamte Gesellschaft lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Vereinen, Verbänden, Parteien und für unsere Demokratie. Lebenslanges Engagement und demokratisches Bewusstsein sind das Resultat von positiven Engagement- und Beteiligungserfahrungen im Jugendalter. Wer sich in dieser Lebensphase nicht als wirksamen und anerkannten Teil der Gesellschaft erlebt, distanziert sich innerlich von dieser. Damit ist die demokratische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mehr als eine Option, sie ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft fußt.

 

Daraus ergibt sich der Auftrag für Städte und Gemeinden die Beteiligung von Jugendlichen bewusst zu gestalten und ihr einen verbindlichen rechtlichen Rahmen sowie finanzielle Ausstattung zu geben. Dabei hängt der Erfolg von Beteiligung nicht nur von Ressourcen ab, sondern vom Willen der Erwachsenen, sich auf eigenständige Formate der Jugendbeteiligung einzulassen und deren Ergebnisse aufzugreifen.

 

Sie haben Sorge, dass Ihre Jugendlichen Forderungen stellen, für die eigentlich das Land zuständig ist?

 

Mehr Informationen?

Hinweise und Empfehlungen zur Bürgermitwirkung in der Kommunalpolitik vom Städtetag Baden-Württemberg:

 

Die Gemeinde Nr. 21, Informationen aus dem Gemeindetag Baden-Württemberg

Mitdenken, Mitreden, Mitmachen und Mitverantworten!“ – Strategiepapier des Gemeindetags Baden-Württemberg zur Bürgerbeteiligung (vergriffen)

 

Jung und glücklich in deinem Wohnort?